Wir Deutschen sind im Verschwenden Spitze: Im Schnitt wirft jeder von uns pro Jahr über 80 Kilo Lebensmittel weg. Tendenz steigend. Fragst du dich auch, ob das wirklich sein muss? Dann ist dieser Text etwas für dich. Hier geht es um Lebensmittel: wie lange sie haltbar sind und wie du mit einfachen Mitteln ihre Haltbarkeit verlängern kannst. Sofern das nicht ausreicht, stellen wir dir auch verschiedene Möglichkeiten vor, was du mit zu viel gekauftem Essen anfangen kannst. In manch einer Situation lässt sich das nämlich gar nicht vermeiden!

Mindesthaltbarkeit oder Verfallsdatum - das ist der Unterschied!

Die meisten Lebensmittel besitzen ein Mindesthaltbarkeitsdatum, abgekürzt MHD. Du liest dann auf der Verpackung: „Mindestens haltbar bis + Datum“. Ist das Datum gekommen, muss das Lebensmittel aber nicht zwingend in den Müll. Häufig ist es nämlich noch gut!

Zu viele Lebensmittel wandern in den Müll, obwohl das nicht sein müsste: Viele Leute verwechseln das MHD mit dem Verbrauchsdatum! Auf der Verpackung steht dann: „Zu verbrauchen bis ...“. Dies betrifft hygienisch sensible Produkte wie Fleisch oder Fisch. Sie sollten nach Ablauf nicht mehr verzehrt werden, da sie deiner Gesundheit schaden können.

Mit der Mindesthaltbarkeit hingegen hast du die Garantie vom Hersteller, dass ein Produkt bis dahin nicht an Qualität verliert. Hier kannst du viel für die Haltbarkeit von Lebensmitteln tun: Entscheide selbst, wann es nicht mehr essbar ist. Schmeckt es noch gut, sieht es noch gut aus? Dann iss es! Wenn aber Schimmel dran ist, wirf es besser weg.

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Haltbarkeit von Lebensmitteln: einzelne Warengruppen

Obst und Gemüse verliert bei dir zu Hause rasch wichtige Inhaltsstoffe. Selbst wenn du alles richtig machst, enthält es 24 Stunden nach dem Kauf nur noch halb so viele Vitamine!

Die Haltbarkeit ist extrem sortenabhängig. Hier ein paar Beispiele:

  • Mehr als eine Woche lagerfähig: Kartoffeln, Zwiebeln, Hülsenfrüchte getrocknet, Nüsse, Äpfel, Birnen.
  • Bis zu eine Woche lagerfähig: Paprika, Radieschen, Blumenkohl, Lauch, Möhren verpackt, Hülsenfrüchte frisch.
  • Weniger als eine Woche: Tomaten, Spinat, Pilze, Beeren.
  • Nachreifen können diese Lebensmittel: Äpfel, Bananen, Heidelbeeren, Mango, Radieschen, Pfirsiche, Melonen.

    Haltbarkeit von Lebensmitteln im gefrorenen Zustand

    Nicht immer gelingt es, sich an diesen Haltbarkeitsfristen zu orientieren. Nicht nur Wissen zur Mindesthaltbarkeit, auch gute Planung kann einiges retten! Dazu zählt natürlich auch der Tiefkühler.

    Doch Vorsicht, nicht jedes Lebensmittel eignet sich dafür. Das betrifft insbesondere wasserreiche Lebensmittel wie etwa Blattsalat, ganze Äpfel oder Wassermelone. Bestimmte fettreiche Milchprodukte hingegen wären noch essbar. Sie flocken aber aus, was optische und geschmackliche Beeinträchtigung mit sich bringt. Hierzu zählt Joghurt, Frischmilch und Crème fraîche.

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    Folgende Angaben zur Haltbarkeit von Lebensmitteln gelten bei -18 Grad Celsius.

    Weniger wasserreiches Gemüse ist gut zum Einfrieren geeignet. Es hält sich im Schnitt bis zu 12 Monate, in manchen Fällen auch länger. Im Folgenden ein paar Beispiele:
  • Spargel, Rosenkohl, Mangold: ungefähr 12 Monate.
  • Paprika, Pilze, Schwarzwurzeln Suppengemüse: 6 Monate.
  • Küchenkräuter: bis zu 10 Monate.
  • Obst: durchschnittlich bis zu 12 Monate.
  • Ausnahmen:
  • Fruchtaufstriche: nur bis zu 6 Monate.
  • Kirschen: bis zu 18 Monate.
  • Erdbeeren, Himbeeren: bis 24 Monate.
  • Zu viel eingekauft? Reste übrig? Teilen statt wegwerfen!

    Ob Party, Urlaub oder Umzug: Nicht immer lässt sich punktgenau planen. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, wie du zu viel gekauftes Essen sinnvoll verwerten kannst.

    Beste Reste App

    Bietet dir zahllose Reste-Rezepte, auch von berühmten Köchen. Wird regelmäßig aktualisiert. Mit Lebensmittellexikon und Einkaufsplaner. Gehört zur Website “Zu gut für die Tonne”, welche sich gegen Lebensmittelverschwendung engagiert.

    Tafel Deutschland

    Unterstützt finanziell schwache Menschen mit Spenden. Ausgabestellen in ganz Deutschland. Zulieferer sind Supermärkte, aber auch private Spenden möglich. Menschen in Not erhalten hier neben Lebensmitteln auch Waren des täglichen Bedarfs.

    Gern gesehen:
    Obst, Gemüse, Backwaren, Verpacktes mit bald erreichtem oder überschrittenem MHD. Auch fehlerhafte Ware, die sonst nicht mehr verkauft werden kann, aber noch gut ist.

    Foodsharing

    Initiative zur Rettung von Lebensmitteln mit eigener Website. Jede Privatperson kann Lebensmittel retten, aber auch spenden. Kein Nachweis der Bedürftigkeit nötig. Erforderlich für die Teilnahme ist lediglich die Anmeldung.

    Tauschseiten im Internet & Nachbarschaftsseiten

    Beispiel: Nebenan.de. Themenunabhängig nutzbar, Tauschen und Verschenken unter Nachbarn. Weitere Möglichkeit, auch weniger regional: Kleinanzeigen.

    Too Good to Go

    Eine App nur fürs Lebensmittelretten. Abgabe durch verarbeitende Gastronomie, etwa Restaurants oder Bäckereien. Spenden umfassen alles, was am Tag nicht verbraucht werden konnte. Teilnahme selbst kostenlos, Preise für das Essen sehr niedrig.

    So kannst du Lieferdienste noch besser vergleichen

    Hier auf Food-Compass.de stellen wir dir viele online Lieferdienste vor. Du kannst also jetzt noch besser vergleichen und Lebensmittel bestellen. Deine Vorteile: kein Schleppen, kein Schlangestehen! Kaufe einfach ganz entspannt von zu Hause aus ein, wann es dir am besten passt. Zudem hast du oft ein Zeitfenster für die Lieferung. So ist auch die Bestellung frischer Ware sehr gut möglich.

    Nutze jetzt unseren Online Supermarkt Vergleich, um deine Einkäufe noch besser zu planen. Wir listen nur zuverlässige Anbieter wie Bringmeister, getnow oder auch myTime. Such dir einen aus und bestelle, was du brauchst!

    Fazit: Haltbarkeit von Lebensmitteln voll ausnutzen!

    Es braucht etwas Wissen, um nichts wegzuwerfen, das noch gut gewesen wäre. Die Mindesthaltbarkeit etwa gibt nur an, wie lange ein Lebensmittel in voller Qualität genießbar bleibt. Keinesfalls sollte es nach Ablauf einfach weggeworfen werden! Vielleicht hat es Einbußen in geschmacklicher Hinsicht, doch häufig wirst du selbst davon nichts merken. Prüfe mittels Riechen und Schmecken die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Nur Verschimmeltes sollte sofort entsorgt werden. Ebenso Produkte mit abgelaufenem Verbrauchsdatum, welches du vom MHD unterscheiden musst. Dann steht auf der Verpackung „Zu verbrauchen bis ...“. Diese Angabe betrifft Lebensmittel wie Fisch oder Fleisch.